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Erstkontakt: neuer Mini-Fünftürer

Zugegeben: Einen fünftürigen Mini gab es bislang eigentlich ja schon – nämlich den Countryman. Der ist ob seiner Größe, seiner pummeligen Optik und seines Preises aber nicht jedermanns Geschmack. Dem Mini für die Massen – der Limousine – blieben die zwei Fond-Türen aber verwehrt. Bis jetzt. Denn BMW
öffnet nun die zweite Reihe – und damit auch den Markt für jene potentielle Kundschaft, der der dreitürige Mini bisher schlicht zu unpraktisch war. Lifestyle hin oder her: Einen Kindersitz auf der Rückbank mühsam einzubauen, das sorgte für lästige Verrenkungen im Bewegungsapparat – und soweit reichte die Liebe gut situierter Eltern zum kleinen Anglo-Germanen dann oft doch nicht. Im Fünftürer ist damit nun Schluss.

Gleich vorweg: Die Quadratur des Kreises schafft – trotz akribischer Tüftelei – natürlich auch BMW nicht. Zwar ist der fünftürige Mini um beachtliche 16 Zentimeter länger als der Dreitürer (und damit der Kleinwagen-Konfektionsgröße entwachsen), trotzdem bringt man auf knapp 4 Metern Länge eben nicht soviel unter wie in einem Golf. Die zwei zusätzlichen Türen hinten sind außerdem recht schmal, der Einstieg in
den Fond gestaltet sich demnach ein wenig verzwickt. Plus sieben Zentimeter Radstand, knapp zwei Zentimeter mehr Kopffreiheit und sechs Zentimeter mehr Innenbreite bedeuten für die drei Passagiere in Reihe 2 ausreichend Raum, 1.000-Kilometer-Touren zu Fünft lässt man aber trotzdem besser bleiben, wenn man sich kein Ungemach von hinten einhandeln will. Sperriges Gut lässt sich dank geteilt umlegbarer Lehne recht einfach verstauen, außerdem fällt der Kofferraum deutlich größer aus als beim Dreitürer: Er wächst um 67 auf 278 Liter. Eine neue Spitzenposition im Segment nimmt der „große“ Mini damit aber freilich nicht ein, denn bei drei mittelgroßen Hartschalen-Koffern im Ladeabteil stoßen auch die schlauesten Einpack-Spezialisten an ihre Grenzen. Nahezu keine Grenzen hingegen kennt das Fahrwerk des Mini, das man nicht genug loben kann. Ähnlich lustig lassen sich in dieser Klasse – wenn überhaupt – nämlich nur ganz wenige Konkurrenten durchs Kurvengeläuf manövrieren. Und trotz längerem Radstand beim Fünftürer ist das Mini-typische Go-Kart-Gefühl unverändert geblieben. Das gilt auch für
das Cockpit, das Mini-Fans lieben und von Kritikern als ein bisschen gar zu verspielt wahrgenommen wird. Je nach Käufer-Budget mit an Bord: Assistenz-Systeme wie Head-Up-Display, Abstands- und Kollisionswarner, Parkhilfe, Rückfahrkamera, uswusf. Dazu kommt eine Vielzahl von Entertainment-Möglichkeiten und – wer’s braucht – natürlich die allgegenwärtige Online-Einbindung in soziale Netzwerke wie Facebook & Co.